Schwerpunkte

Meine Leistungen

Hier finden Sie einen Auszug meiner Schwerpunkte.

Klinisch-psychologische Diagnostik

Durch die klinisch-psychologische Diagnostik, bei dem neben einem ausführlichen Gespräch/Exploration wissenschaftliche psychologische Testverfahren zum Einsatz kommen, können Probleme in den Bereichen Konzentration, Gedächtnis, Lernen und Denken festgestellt werden.

Beeinträchtigungen im psychischen Bereich wie Ängste, Depression oder Belastungen aufgrund körperlicher Erkrankungen, einschneidender Erlebnisse oder Lebenskrisen, können diagnostiziert werden. Eine sorgfältige klinisch-psychologische Diagnostik ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche klinisch-psychologische Behandlung oder Psychotherapie.

Im Anschluss an die Diagnostik werden in einer Befundbesprechung wichtige Informationen für die weitere Vorgangsweise mitgeteilt. Im schriftlichen psychologischen Befund sind die relevanten Informationen für eine effizientere ärztliche oder psychologische, psychotherapeutische Behandlung festgehalten (BÖP).

In meiner Praxis diagnostiziere ich nach den AWMF S3-Leitlinien mit standardisierten, wissenschaftlich-fundierten Methoden.

Autismus-Spektrum Störung

Diese Gruppe einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung ist gekennzeichnet durch qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern, durch ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten.

Diese qualitativen Auffälligkeiten sind in allen Situationen ein grundlegendes Funktionsmerkmal des Betroffenen. Beispielsweise fällt es Menschen im Spektrum schwer, die Gefühle, Gedanken und Vorstellungen anderer zu verstehen und zu interpretieren, das Einfühlungsvermögen in sich und andere ist begrenzt, sie haben Schwierigkeiten mit anderen Kontakt aufzunehmen und Beziehungen aufrechtzuerhalten, sie vermeiden (meistens) Blickkontakt, weisen wenig Mimik und Gestik auf, bringen Emotionen seltener zum Ausdruck, teilen Freude weniger bis kaum mit anderen.

Kinder genießen es, alleine zu spielen, sind reizsensibel, oft geräuschempfindsam, imitieren Erwachsene selten, vermeiden Gruppen- und Rollenspiele im Kleinkindalter. Beim Frühkindlichen Autismus entwickelt sich die Sprache gar nicht oder verzögert und ist durch ein stereotypes Wiederholen von Wörtern gekennzeichnet.

Es kommt zu reduzierter nonverbaler Kommunikation wie „zeigen“. Das Verständnis für Sprichwörter, Witze oder Ironie zeigt sich mangelhaft. Es kann zu stereotypen Bewegungen (komplexen Hand- und Fingermanierismen) kommen, sie lieben Routinen und Rituale im Alltag, haben ein hohes Bedürfnis nach Gleichförmigkeit und Schwierigkeiten mit plötzlichen Veränderungen. Viele begeistern sich mit fließendem Wasser, Details am Spielzeug und entwickeln Sonderinteressen oder/und Inselbegabungen. Manche neigen zu Selbstverletzungen, entwickeln eigene Essverhalten und haben Vorlieben für Konsistenzen. Die intellektuelle Begabung kann unterschiedlich sein, von einer Minderbegabung bis zum normalen Intellekt bis zu einer Hochbegabung in Fächern wie Mathematik, Musik etc. Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine frühe Diagnose mit darauf abgestimmten Interventionen den Verlauf positiv beeinflussen kann.

Im Jugendalter und im frühen Erwachsenenalter erreicht etwa die Hälfte der Betroffenen eine deutliche Verhaltensbesserung, während die Störung bei anderen stagniert oder sich die Krankheitsanzeichen wieder verstärken. Eine darauf abgestimmte Integration in Schule, Ausbildung und Berufswelt ist für die Betroffenen unabdingbar notwendig um eine selbständige Lebensführung zu gestalten.

In enger Zusammenarbeit und Kooperation mit Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Erwachsenenpsychiatrie, Fachärzten für Neuropädiatrie oder Neurologie sowie bei bereits bestehenden Therapeuten (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, ambulante Betreuung etc.) wird in meiner Praxis eine wissenschaftlich-fundierte Diagnostik durchgeführt. Es wird u.a. der „Gold-Standard Test“ ADOS-II sowie das ADI-R Elterninterview durchgeführt. Verlaufsdiagnostik zur Verlängerung der Therapien kann gerne vereinbart werden

AD(H)S

Kinder und Jugendliche (ab 6 Jahren)

Eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts­störung (ADHS,gelegentlich auch ADS – ohne Hyperaktivität) wird diagnostiziert (nach ICD-10),wenn folgende Kriterien zutreffen:

  1. ausgeprägte Unaufmerksamkeit, körperliche Unruhe und Impulsivität
  2. Symptome treten in mehreren unterschiedlichen Lebensbereichen (zum Beispiel zuhause, in der Schule, in der Freizeit) auf
  3. Symptome sind vor dem 6. Lebensjahr aufgetreten und haben mindestens sechs Monate lang bestanden

Aufmerksamkeitsstörung (Bsp. macht Sorgfaltsfehler bei Aufgaben, ist unaufmerksam bei Aufgabendetails, reduzierte Aufmerksamkeit im Spiel, hört scheinbar nicht zu, wirkt leicht ablenkbar durch Außenreize, verliert oder verlegt häufig Dinge, vermeidet anspruchsvolle Aufgaben, bringt Dinge nicht/kaum zu Ende)

Überaktivität (Bsp. fuchtelt mit den Händen und wippt mit den Beinen, windet sich am Sitz, verlässt plötzlich die Situation – Klassenraum/Hausaufgaben, läuft oder klettert exzessiv in Situationen, wo es unpassend ist; lautes Spielverhalten, übermäßige motorische Aktivität, tw. regelverletzendes/oppositionelles Verhalten)

In internationalen und deutschen Studien wird die Häufigkeit einer ADHS, die die diagnostischen Kriterien (nach ICD 10 oder DSM-V) erfüllt, mit etwa 3-5 % Prozent der Schulkinder angegeben. Dabei sind Jungen etwa drei- bis fünfmal häufiger betroffen als Mädchen.

In meiner Praxis kommen u.a. neuropsychologische Leistungsverfahren wie die KiTAP zum Einsatz. Zudem wird eine Fremdeinschätzung durch Lehrer, Betreuer, Therapeuten erhoben und ein ausführliches Entwicklungsgespräch mit den Eltern geführt.

Erwachsene

Wender-Utah ist ein spezieller Symptomkatalog zu ADHS im Erwachsenenalter:

Die Kriterien sind:

  • Aufmerksamkeitsstörung (Bsp. Unvermögen, Gesprächen aufmerksam zu folgen, Erhöhte Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit)
  • Motorische Hyperaktivität (Bsp. Innere Unruhe, Unfähigkeit, sich zu entspannen, innere Unruhe, tw. Unfähigkeit, sitzende Tätigkeiten durchzuführen, Dysphorie bei Inaktivität)
  • Affektlabilität (Wechsel zwischen neutraler und niedergeschlagener Stimmung, Dauer von einigen Stunden bis maximal einigen Tagen)
  • Desorganisiertes Verhalten (Unzureichende Planung und Organisation von Aktivitäten, Aufgaben werden nicht zu Ende gebracht)
  • Affektkontrolle (Andauernde Reizbarkeit, auch aus geringem Anlass, verminderte Frustrationstoleranz und kurze Wutausbrüche)
  • Impulsivität (Unterbrechen anderer im Gespräch, Ungeduld im Alltag, impulsive Einkäufe/Handlungen, hohe Risikobereitschaft)
  • Emotionale Überreagibilität (Unfähigkeit, adäquat mit alltäglichen Stressoren umzugehen, Reizüberflutung, Black-Outs)

Aus Langzeitstudien ist bekannt, dass bei 30- 50% der betroffenen Kinder, die unter ADHS litten, häufig viele der damit verbundenen Symptome auch als Erwachsene zeigen. Schätzungsweise 2-3% der Erwachsenen leiden an ADHS. Zwar werden die motorischen Überaktivitäten nach der Pubertät deutlich weniger. Doch die innere Unruhe bleibt bestehen und zeigt sich dann mehr durch ein Wippen der Füße oder ein Trommeln der Finger und auch ein starker Rededrang oder ein plötzliches Dazwischenreden sind typisch.

In meiner Praxis werden die neuropsychologischen Funktionen mittels Papier – und Bleistifttests (Bsp. NAB, d2-R etc.) sowie mit computergestützten Verfahren (Bsp. TAP 2.3.1) überprüft. Zudem sind eine Fremd- und Eigenanamnese sowie spezifische Fragebogenverfahren (Bsp. CAARS) wichtig.

Entwicklungsdiagnostik

Eine fundierte klinisch-psychologische Diagnostik hilft dabei abzuklären, ob und in wieweit bei Ihrem Kind eine Entwicklungsverzögerung (in Motorik, Sprache, Kognition, Emotional, Sozial, schulische Leistungen, Konzentration, Intellekt) vorliegt und eine Entscheidung zu treffen, ob und welche Behandlungsschritte (Bsp. Ergotherapie, Logopädie) gegebenenfalls sinnvoll wären.

Neben dem Einsatz von ansprechenden, kindgerechten Testmaterialien (Bsp. WET, BUEGA-II, WISC-V etc.) ist mir eine ausführliche Exploration mit den Eltern sowie eine Beobachtung beim Spiel des Kindes wichtig.

Demenzielle Erkrankungen

Im hohen Erwachsenalter steigt die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken. Was für somatische Erkrankungen gilt, ist ebenso bei psychischen Erkrankungen zu beobachten. So steigen etwa die depressiven Erkrankungen im Alter deutlich an. Eine ganz besondere Gruppe stellen die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Demenz dar (Bsp. Alzheimer Demenz, Parkinson Demenz, Vaskuläre Demenz, Mischform etc.). Hier spielt die klinisch psychologische Diagnostik vor allem in der möglichst frühen Entdeckung eines geistigen Abbaus eine große Rolle, um entsprechend frühzeitig intervenieren zu können. Das bedeutet, dass eine umfassende (d.h. mit normierten Tests) neuropsychologische Untersuchung bei Demenzverdacht angestrebt wird.

Die Diagnostik in meiner Praxis bei Verdacht auf ein demenzielles Geschehen wird ausschließlich in enger Anbindung mit Fachärzten für Psychiatrie oder Neurologie durchgeführt.

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen können als extreme Ausprägung eines Persönlichkeitsstils mit unflexiblen, starren und unzweckmäßigen Persönlichkeitszügen betrachtet werden, die dabei die Lebensqualität des Betroffenen beeinträchtigen, zu (subjektivem) Leid oder zu häufigen Konflikten mit seiner Umwelt führen. Eine Persönlichkeitsstörung liegt vor, wenn diese problematischen Persönlichkeitszüge stabil und langdauernd vorliegen und bis ins Jugend- oder frühe Erwachsenenalter zurückverfolgt werden können. Eine frühe Bindungsstörung kann in eine Persönlichkeitsstörung im Erwachsenenalter münden. Etwa 8% leiden in Österreich unter einer Persönlichkeitsstörung. Bei psychiatrischen Patienten ist die Häufigkeit mit 40 bis 60% deutlich höher.

Mit Hilfe von strukturierten und standardisierten Interviews (Bsp. SKID, STip 5.1) Fragebögen (Bsp. PSSI, LoPF) und Explorationen kann eine erste Einschätzung getroffen werden, ob und wenn ja, welche Art von Persönlichkeitsstörung vorliegt. Einerseits wird versucht, den Subtyp möglichst genau einzugrenzen um die therapeutischen Interventionen maßgeschneidert anpassen zu können.

Klinisch-psychologische Therapie

  • Beratung und Psychoedukation bei diagnostizierten psychischen Störungen
  • Eltern-, Angehörigen und Pädagoginnenberatung bei ADHS, Autismus-Spektrum
  • Störung, Persönlichkeitsstörungen, Entwicklungsstörungen, Demenz
  • Emotionsregualtionstraining bei Selbstverletzung
  • Entlastungsgespräche bei Lebenskrisen
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit Fachärzten, Lehrern, KIJU, Therapeutinnen etc.
Termine & Öffnungszeiten

Kontakt

psychologie@heubacher-straif.at
+43 664 45 84 862
Franz-Josef-Straße 20 / 1. Stock
A-6130 Schwaz
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 8.00-17.00 (nur nach Terminvereinbarung)
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